Zoë Beck erhält die Goldene Auguste für besondere Verdienste um den von Frauen verfassten Kriminalroman

Die Mörderischen Schwestern e.V. verleihen ihre GOLDENE AUGUSTE 2018 an die Autorin, Verlegerin und Aktivistin Zoë Beck. Alle drei Jahre zeichnet Europas größter Krimiautorinnenverband mit der Goldenen Auguste eine Person aus, die sich in besonderem Maß um den von Frauen geschriebenen Krimi verdient gemacht hat.

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(c) Anette Göttlicher, München

Als Feministin und Buchmarktaktivistin setzt sich Zoë Beck mutig und mit großem Engagement für AutorInnenrechte, einen fairen Buchmarkt, Menschenrechte und Menschlichkeit ein. Auf Podien, in Diskussionen und auf der Internet-Plattform HERLAND verliert sie niemals das Thema Krimi und Frauen aus den Augen. Durch die hohe Qualität ihrer Romane hat sie das männlich dominierte Feuilleton auf ihre Seite gebracht und gezwungen, ihre Argumente zu hören.
„Zoë Beck scheut sich nicht, unangenehme Fakten beim Namen zu nennen und mutig, fachkundig und bestimmt für eine gerechte und offene Gesellschaft einzustehen“, so Janet Clark, Präsidentin der Mörderischen Schwestern. „In einer von Männern dominierten Welt brauchen wir starke, feministische Stimmen wie die von Zoë Beck. Ganz besonders im Krimigenre, dem Genderstiefkind der Literatur mit einer Männerquote von 82% bei von Männern rezensierten Büchern. Mit der Goldenen Auguste wollen wir Zoës Engagement für den von Frauen verfassten Krimi würdigen.“

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(c) Elis Fischer / Mörderische Schwestern

Save the date – Verleihung und Lesung mit Zoë Beck

Die Ehrung und Verleihung der Goldenen Auguste findet im Rahmen der Vollversammlung der Mörderischen Schwestern im Anschluss an eine Lesung von Zoë Beck in der Buchhandlung „Ton & Text“, Bergstraße 12, am 27.10.2018 um 19.30 Uhr in Heiligenhafen, statt. Der Eintritt kostet zehn Euro.

Zu Zoë Beck

Zoë Beck, geboren 1975, studierte englische und deutsche Literatur unter anderem in Gießen, Bonn und Durham und ist als Schriftstellerin, Übersetzerin und Verlegerin aktiv. Als Autorin weist Zoë eine beeindruckende Reihe an Veröffentlichungen auf, unter anderem „Das alte Kind“ (2010), „Brixton Hill“ (2013) und „Schwarzblende“ (2015). Zuletzt erschien 2017 bei Suhrkamp „Die Lieferantin“ über eine Drogenhändlerin im London der nahen Zukunft. In ihren Kriminalromanen kümmert sich Zoë Beck weder bei ihren Charakteren noch stilistisch um Geschlechtszuschreibungen und verfolgt stets ihren eigenen Stil.  Auf der feministischen Internetplattform HERLAND schreibt Zoë Beck zudem mit anderen Krimiautorinnen über politische Literatur von Frauen und betreibt durch ein Mentoringprogramm Nachwuchsförderung. Zoë Beck wurde unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2010 für den besten Kurzkrimi, dem Radio-Bremen-Krimipreis 2014 und dem dritten Platz des Deutschen Krimipreises 2016 ausgezeichnet. Ihre Kriminalromane werden regelmäßig auf die Krimibestenliste gewählt und wurden bislang in neun Sprachen übersetzt.
Seit 2013 führt Zoë Beck zusammen mit Jan Karsten den Verlag CulturBooks, in dem internationale und deutschsprachige Gegenwartsliteratur im Hardcover, Paperback und als Digitaleditionen erscheint. Dabei kommen viele Autorinnen zu Wort, die jenseits des Mainstream eine eigene, besondere Stimme entwickelt haben, die den Buchmarkt bereichert. Der Verlag vertreibt auch E-Book-Ausgaben der feministischen Noir- und Politkrimireihe ARIADNE des Argument Verlags.