Frauen sind jung, Männer erklären die Welt

(zuerst erschienen in Publik Forum 12/2017) Eine breit angelegte Studie hat untersucht, welche Rolle Frauen in Film und Fernsehen spielen. Das Ergebnis ist bestürzend Von Zoë Beck Männer sind mit über vierzig erst so richtig interessant, heißt es. Und was sind Frauen über vierzig? Alt. Weibliche Filmstars jedenfalls beklagen schon immer, dass es für sie ab diesem Alter kaum große Rollen gibt. Meryl Streep bekam … Frauen sind jung, Männer erklären die Welt weiterlesen

Raum für alle

Am Piccadilly Circus ist es immer voll: Menschen wollen Shoppen oder ins Theater oder Feiern. Es ist dunkel und kalt und regnerisch, und während vergnügte Touristen an der Ampel warten, trottet ein Obdachloser, den Schlafsack über dem Kopf, an der Häuserwand entlang. Ein Polizist entdeckt ihn und schiebt sich durch die Menge auf ihn zu. Ich rechne mit allem, nur nicht damit, dass er sagt: … Raum für alle weiterlesen

Von unerwünschten Frauenfiguren im Literaturbetrieb: Die emanzipierte Muslimin. Ein Erfahrungsbericht von Safeta Obhodjas

Ursprünglich veröffentlicht auf CulturBooks:
Die bosnische Exilautorin Safeta Obhodjas stößt im deutschen Kulturbetrieb auf Vorurteile und Unverständnis. Sie soll die Geschichten über das, was sie erlebt hat, den Marktgepflogenheiten anpassen. Vor allem unerwünscht sind ihre selbstbestimmten muslimischen Frauenfiguren.  Bei CulturBooks ist der Roman „Die Bauchtänzerin“ von Safeta Obhodjas erschienen, die Geschichte der jungen, talentierten Schneiderin und Designerin Vildana. Sie ist eine Muslimin unter… Von unerwünschten Frauenfiguren im Literaturbetrieb: Die emanzipierte Muslimin. Ein Erfahrungsbericht von Safeta Obhodjas weiterlesen

Frauen und ihre Literatur.

(Artikel für: Publik Forum, Dezember 2014) Es ist erst wenige Jahrzehnte her, da hatte der Begriff Frauenliteratur den Klang von Gleichberechtigung und politischem Aktivismus. In dieser Zeit gab es in vielen Städten Frauenbuchhandlungen. Viele öffneten sich im Laufe der Zeit einem breiter interessierten Publikum, sehr viele mussten trotzdem schließen. Weil viele Buchhandlungen schließen mussten. Aber auch, weil etwas mit dem Begriff Frauenliteratur passiert war: Was … Frauen und ihre Literatur. weiterlesen

Leben ohne Träume

(Dieser Text entstand ursprünglich für die Salzburger Straßenzeitung „Apropos“. In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus werden Schriftsteller*innen gebeten, sich mit Verkäufer*innen zu treffen und sie zu porträtieren. Ich traf Gabriela im Oktober 2014.) Zu den Dingen, die man einer jungen Frau Anfang zwanzig wünscht, gehört vor allem: Träume zu haben. Gabriela hat keine Träume. Sie hat zwei Kinder, die bei ihrer Mutter in Rumänien leben, während sie selbst … Leben ohne Träume weiterlesen

Ein Hoch auf die Literatur.

Diese Radisch/Lewitscharoff/Literaturmesslattetieferhängenweilkrimi-Diskussion erinnert mich natürlich auch an ein Gespräch, das ich vor nicht allzu langer Zeit mit einem Verlagsprogrammleiter hatte, der mir so nebenbei erklärte: Wenn Sie mal echte Literatur schreiben wollen, geht das natürlich nicht unter Ihrem Namen. Der steht ja für dieses Krimizeugs. Damit können Sie keine richtigen Romane schreiben. An dem Abend war ich gut genug gelaunt, so dass ich keine Diskussion angefangen, sondern nur gelacht … Ein Hoch auf die Literatur. weiterlesen

„Ich will doch nur eine Geschichte erzählen …“

Im Moment geistern mal wieder diverse Reihenkonzepte heimlich durch die virtuelle Landschaft. Man kennt solche Konzepte vom TV, wenn zum Beispiel neue Autorinnen für eine bereits laufende Serie oder Reihe gebrieft werden oder eine neue Serie eben im Entstehen ist und sich Produzentin, Redakteur und andere beteiligte Menschen bereits einiges an Gedanken gemacht haben, um die Autoren einzunorden. Die Konzepte kennt man auch aus dem … „Ich will doch nur eine Geschichte erzählen …“ weiterlesen